Forelle 1963                    Schottel Motorboot / ehemals WSP 31                        zurück

Tour 2017 in Frankreich                  Niffer  -  Vienne  -  Bignicourt  -  St. Jean-de-Losne  -  Niffer

 

Geplant war wie schon 2016 die Reise ans Mittelmeer nach Bezières und Port-Saint-Louis. Doch wie so oft bei Schiffsreisen sieht man sich gezwungen den Plan zu ändern. Dieses Jahr wurde unsere Flexibilität geprüft. Zum Einen wegen technischen Problemen und zum Andern wegen zu wenig Wasser.

 

Wieder einmal füllen wir in St. Jean-de-Losne den Tank und freuen uns, dass wir diesmal auf der Rhône nach Süden fahren werden.

 

Bei der täglichen Maschinenkontrolle bemerken wir immer wieder Öl in der Bilge und finden nicht heraus wo es her kommt. In Vienne beschliessen wir umzudrehen. Wieder in St.Jean-de-Losne angekommen tanken wir nochmals. Das Öl-Problem hat sich nicht verändert. Trotzdem, wir entschliessen uns nicht direkt nach Hause zu fahren. Wir nehmen den "C. de la Marne á la Saône", fahren gemütlich Nordwärts und geniessen bis auf das ewige Bilgenputzen unsere neue Tour. Nun erhalten wir von einem Schleusenwärter die aktuelle Wasserlage und erfahren so, dass der  Vogesenkanal wegen Wassermangel in der nächste Woche wahrscheinlich geschlossen wird. Auf unserer Route ist der Wasserstand in Ordnung und wir setzen die Reise fort. In Joinville fährt Manuela nach Hause und ich tuckere weiter.

Am 14.8. um 1200 lege ich in Vitry-le-Françoise eine kleine Pause ein. Danach fahre ich in den "C. de la Marne au Rhin". Um 1500 bin ich vor der Schleuse in Bignicourt. Ein schöner Platz um anzulegen und den Abend zu geniessen. Kurz nachdem ich festgemacht habe, kommt der Schleusenwärter und übergibt mir die Fernbedienung. Als ich Ihm erzähle wohin ich will, sagt er mir: "Sie kommen nicht durch den Tunnel von Mauvages, es hat zu wenig Wasser!" Der Wasserstand nördlich ist bedenklich und es wird weiterhin nicht regnen. Die Informationen der VNF sind wenig beruhigend denn auch der Doubs, meine einzige Möglichkeit nach Hause zu kommen, schwindet. Somit werden meine täglichen Fahrzeiten länger, die Ruhe- und Geniessphasen kürzer und der Stress nimmt zu. Ich werde ein wenig nervös, beschliesse sofort umzudrehen und fahre wieder zurück nach Vitry. Auf den allerletzten Drücker nehme ich die letzte Schleuse dieses Kanals und lege um 1805 am gleichen Kai in Vitry wieder an. Seit St. Jean bin ich zwei Wochen unterwegs und fahre nun wieder die selbe Strecke zurück  -  allerdings nicht mehr so entspannt.

 

Als ich zum dritten Mal an die Tankstelle St. Jean-de-Losne fahre, macht der Tankwart grosse Augen.

 

Unterdessen ist meine Mutter und auch Manuela wieder an Bord. Nun geht's mit langsamer Fahrt aber langen Tagesetappen den Doubs hoch. Wir haben mehrmals Grundberührung und sind froh als wir den Fluss verlassen können. Doch auch auf dem Kanal ist der garantierte Wasserstand um mindestens 10 cm unterschritten. Erst auf der Scheitelhaltung lässt der Stress nach. Die Fahrt hinunter nach Niffer verläuft entspannt, mit genügend Wasser unterm Kiel und wir geniessen die wenigen verbleibenden Tage.

 

Nun sind wir wieder im Heimathafen und haben den Übeltäter gefunden. Der Stellmotor der Steuerung verliert Öl. Da das System aber einen grossen Hydrauliköltank hat und sich im System über 30 Liter befinden, sind 3-4 Liter nicht aufgefallen. Und bis der Geber anschlägt muss der Verlust grösser sein.